Cumbria Classics

Cumbria Classics – es muss nicht immer Goodwood sein


Wer an Oldtimer und England denkt, dem fällt meistens Goodwood ein, die jährlich stattfindende weltweit bekannte Veranstaltung. Es gibt aber auch andere Oldtimer Events im Vereinigten Königreich, die einen Besuch wert sind. Besonders dann, wenn man in dieser Zeit sowieso auf der britischen Insel oder im angrenzenden Schottland Urlaub macht. Cumbria Classics findet jedes Jahr im August im Norden von England im Lake District unweit von Penrith statt. Der Veranstalter ist der Wigton Motor Club und der stellt jedes Jahr eine sehenswerte Veranstaltung auf die Beine. Die Lage im landschaftlichen schönen Lake District ermöglicht neben der Oldtimer-Tagesveranstaltung auch jede Menge Ausflugsmöglichkeiten mit landschaftlichen Highlights, die man an weiteren Urlaubstagen unternehmen kann.

Das Oldtimertreffen bietet neben einer Vielzahl von klassischen Fahrzeugen auch sportliche Einlagen, wie etwa einen Slalomwettbewerb auf einer Buckelwiese. Es ist erstaunlich, was die Teilnehmer mit ihren sportlichen Oldtimern auf dieser Offroadpiste an Fahrkünsten zeigen. „Alteisen Action“ zum Spaß der Teilnehmer und der anwesenden Zuschauer, die sichtlich Freude an dem Spektakel haben.

Bei den Fahrzeugen auf dem Treffen ist in der Regel alles vertreten, was in UK früher die Straßen bevölkerte. Man kann dort auch jüngere Exoten antreffen, wie beispielsweise einen Nissan Figaro oder einen Chevron mit Straßenzulassung. Viele Teilnehmer besitzen mehrere Oldtimer und kommen jedes Jahr mit einem anderen Fahrzeug zum Treffen. Damit gibt es jedes Jahr eine andere Auswahl an Oldtimern, die man bei diesem Event besichtigen kann. Vorbildlich ist es, das es einen Veranstaltungskatalog gibt, wo die Fahrzeuge nach Kategorie und Nummer verzeichnet sind. Damit kann man später Zuhause die uns manchmal unbekannten Autos auf den dort gemachten Erinnerungsfotos zuordnen.

Die Atmosphäre ist super und man kann viele interessante Gespräche führen. Die meisten Teilnehmer besitzen ihre Oldies schon lange Zeit und können viel zur Historie berichten. Manche Fahrzeuge sind schon über Generationen in Familienbesitz. Da lohnen sich die Gespräche und man bekommt ein ganz anderes Verhältnis zu den ausgestellten Autos.

Die Lage ist einzigartig. Man ist als Zuschauer mitten in der Natur und ist dort von den vielen Klassikern umgeben. Die Show beginnt schon auf dem Parkplatz, wenn man die Veranstaltung besucht. Auf dem Parkplatz sind oftmals bereits Raritäten zu bestaunen. Wer zum Klassiker Treffen fährt, der ist dort manchmal mit seinem Klassiker unterwegs. Bei meinem ersten Besuch war es ein Ford GT40 und ein originaler AC Cobra.

Einige interessante Verkaufsstände und jede Menge Food-Trucks runden das Programm der Veranstaltung ab. Für das Wohl der Gäste ist beim „Cumbria Classic“ gut gesorgt.

Wer die Veranstaltung besuchen möchte, findet Möglichkeiten zur Übernachtung im nahe gelegenen Penrith oder in einem der vielen kleinen Orte in der näheren Umgebung. Es gibt einen großen Campingplatz unweit des Geländes aber auch weitere Campingplätze, die in der Gegend sind. Man sollte jedoch frühzeitig reservieren, denn zum Zeitpunkt der Veranstaltung ist im Lake Distrikt sehr viel los. Es ist eine beliebte Urlaubsregion und der August ist ein sehr beliebter Monat für Touristen in dieser landschaftlich schönen Region.

Nach zwei besuchten Veranstaltungen kann ich bestätigen, dass ein Besuch dieser Veranstaltung und auch der Region „Lake District“ lohnenswert ist. Was die Oldtimer und außergewöhnlichen Fahrzeuge betrifft, kann man feststellen, dass die Briten wirklich „Benzin im Blut“ haben.

Die schöne Veranstaltung lädt dazu ein, in ein kleines Urlaubsprogramm auf der Insel mit aufgenommen zu werden, zumal man auf eigener Achse anreisen kann. Man sollte jedoch keine Angst vor dem Linksverkehr und vor sehr schmalen Straßen haben, die besonders im Lake Distrikt zahlreich sind.

Hier geht es zum Link des Veranstalters: Cumbria Classics

Wer es selbst etwas abenteuerlich mag, kann in der Nähe einen der gefährlichsten Pässe auf der Insel befahren. Der Hardknott Pass geht zwar nur auf 400 Meter Höhe hinauf aber es ist wirklich abenteuerlich. Durch die sehr schmale Straße, der teilweise extremen Steigung bis 33% und die engen Kurven ist der Pass ein kleines Erlebnis. Die Fahrt ist für erfahrene Autofahrer mit einem Pkw gut machbar, sollte aber auf keinen Fall mit einem Wohnmobil oder von Anfängern versucht werden.

Hier ein Link mit weiteren Infos: Hardknott Pass UK

Nachfolgend einige Eindrücke von diesem Event:

Klassiker mitten in der Natur

Spitfire auf Abwegen

Die Jüngsten sind auch mit Speed und Elan dabei

Rennwagen für die Straße – Chevron B1 Mk II

Tin Lizzy – Blechliese auf der Insel

Zurück in die Zukunft mit dem DeLorean

Von der Rennstrecke auf die Straße. Breiter Hundeknochen – Ford Escort Mk I