{"id":505,"date":"2026-03-13T07:46:48","date_gmt":"2026-03-13T07:46:48","guid":{"rendered":"https:\/\/rennsport-fotos.de\/?page_id=505"},"modified":"2026-04-05T08:14:25","modified_gmt":"2026-04-05T08:14:25","slug":"blog-fotografie-im-rennsport","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rennsport-fotos.de\/?page_id=505","title":{"rendered":"Blog &#8211; Fotografie im Rennsport &#8211; Ausr\u00fcstung zum Einstieg"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rennsport-Fotos &#8211; was braucht man dazu?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ab und zu werde ich gefragt, was als Fotoausr\u00fcstung erforderlich ist, wenn man Fotos im Bereich Rennsport macht. F\u00fcr einen Laien ist es ein sehr komplexes Thema, aber auch ein Foto-Interessierter mit Basiskenntnissen ist oftmals damit \u00fcberfordert. In Foren kann man sich informieren und es gibt auch viele Videos zum Thema im Netz. Meistens stellt man fest, dass die Profis aber auch Hobbyfotografen sehr oft mit s\u00fcndhaft teurer Ausr\u00fcstung unterwegs sind. Es muss nicht das teuerste Equipment sein, um als Einsteiger und auch als Fortgeschrittener gute Fotos zu machen. Dazu mehr in diesem Beitrag.<br><br>Die Basis sollte eine schnelle Kamera sein oder besser gesagt, eine Kamera, die ein gutes Autofokus-System hat. Ganz moderne spiegellose Kameras bieten eine Motiv-Verfolgung durch das Autofokus-System in der Kamera. Dabei erkennt die Kamera automatisch das Objekt und verfolgt es dann. Es muss aber nicht unbedingt eine neue Kamera sein, eine gebrauchte \u00e4ltere DSLR (digitale Spiegelreflex) tut es ebenso. Diese kann man f\u00fcr kleines Geld kaufen. Diese DSLRs haben zwar noch keine Motiverkennung jedoch einen definierbaren Zonen Autofokus, der zuverl\u00e4ssig das anvisierte Objekt im Fokusbereich verfolgen kann. Nicht ganz so komfortabel, aber auch sehr gut.<br><br>Es gibt Bei der Fotografie immer die Grundsatzfrage, ob Vollformat oder APSC mit kleinerem Sensor. Hier kann man sich aus meiner Sicht f\u00fcr Motorsport-Fotos den Aufpreis f\u00fcr Vollformat sparen, denn die kleineren Sensoren der APSC Kameras bieten durch den engeren Bildausschnitt (Crop-Faktor) auch einen Vorteil bei der Brennweite. Das noch kleinere MFT-System ist ebenfalls geeignet.<br><br>Da ich mein ganzes Leben fast ausschliesslich mit Canon fotografiere, werde ich mich in meinen unten angef\u00fcgten Beispielen auf das Canon System beziehen. Es gibt jedoch gleichwertige Alternativen von anderen Herstellern. Wer ein anderes System hat, muss deshalb nicht wechseln. <br><br>Neben einem schnellen und treffsicheren Autofokus ist ein Autofokus-Joystick an der Kamera sinnvoll, um damit den Fokusbereich schnell ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen. Es geht zwar ohne dieses Feature, jedoch es ist sehr hilfreich. <br><br>Genauso wichtig wie die Kamera ist das Objektiv. Es muss ausreichend Brennweite haben und schnell fokussieren k\u00f6nnen. Die Lichtst\u00e4rke ist zweitrangig, denn die Fotos, mit denen Bewegung dargestellt werden soll, brauchen l\u00e4ngere Verschlusszeiten. Da ist man eher mit Blende 8 oder Blende 11 unterwegs. Auf die teuren Telezooms mit durchgehender Blende 2.8 kann man aus\u00a0meiner Sicht erstmal verzichten. Wichtiger ist eine Bildstabilisierung im Objektiv, die f\u00fcr Mitzieher nur die vertikalen Bewegungen ausgleichen kann. Das sind Fotos, bei denen man ein schnelles Objekt verfolgt, dadurch das Objekt (Fahrzeug) scharf im Bild ist und der Hintergrund durch die Bewegungsunsch\u00e4rfe verschwimmt. Je l\u00e4nger die Belichtungszeit, desto st\u00e4rker ist der Effekt. Die horizontale Bewegung ist bei einem Mitzieher der bewusste Teil der Aufnahme. Dieser darf nat\u00fcrlich nicht von der Bildstabilisierung beeintr\u00e4chtigt werden. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"562\" src=\"https:\/\/rennsport-fotos.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/CR7_1528-20260329-klein.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-972\" srcset=\"https:\/\/rennsport-fotos.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/CR7_1528-20260329-klein.jpeg 1000w, https:\/\/rennsport-fotos.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/CR7_1528-20260329-klein-300x169.jpeg 300w, https:\/\/rennsport-fotos.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/CR7_1528-20260329-klein-768x432.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr einen Mitzieher.<br><br>Die Brennweite ist abh\u00e4ngig von der Entfernung zum Objekt. Es ist wichtig, m\u00f6glichst viel vom aufzunehmenden Objekt (Fahrzeug) formatf\u00fcllend ins Bild zu bekommen; daher ist ein Telezoom wichtig. F\u00fcr den Anfang ist ein 70-300mm Objektiv ausreichend, das man oft gebraucht sehr g\u00fcnstig bekommen kann. Wer mehr Brennweite haben m\u00f6chte, der muss dann tiefer in den Geldbeutel greifen, denn ab 400mm wir es deutlich teurer und auch schwerer. Die langen Teles wiegen ab 1,5 Kilo aufw\u00e4rts. Dies geht nicht nur ganz sch\u00f6n ins Geld, sondern auch durch das Gewicht in die Arme. Da ist man erstmal mit einem 600 Gramm leichten 70-300mm Objektiv besser aufgestellt.<br><br>Trotzdem kann auch eine Kamera mit einem &#8222;leichten&#8220; Telezoom im Laufe des Tages schwer werden. Eine optionale Hilfe ist hier ein Einbein-Stativ. Damit kann man die Kamera horizontal bewegen, wenn man Fahrzeuge verfolgt, hat jedoch nicht dauernd das Gewicht in der Hand. Zus\u00e4tzlich hilft das Stativ auch, die vertikalen Bewegungen bei Mitziehern zu verhindern. Der Nachteil ist, dass man nicht ganz so flexibel ist. Pers\u00f6nlich nutzte ich das Einbeinstativ nur extrem selten &#8211; trotzdem nehme ich es zur Sicherheit oft im Auto mit.<br><br>\u00dcber die geeigneten Kameraeinstellungen, die ich f\u00fcr meine Fotos verwende, werde ich noch einen Beitrag verfassen. Es stellt sich grunds\u00e4tzlich die Frage, ob man mit Einzelbild oder Serienbild-Modus fotografieren soll. Ich habe \u00fcber viele Jahre nur im Einzelbild-Modus fotografiert. Serienbilder bieten den Vorteil (wenn der Autofokus sauber im Serienbildmodus nachgef\u00fchrt wird), dass man aus einer Serie sp\u00e4ter das beste Bild ausw\u00e4hlen kann. Aber Achtung &#8211; da kommen ganz sch\u00f6n viele Fotos zusammen. Die Preise f\u00fcr Speicherkarten sind zwar mittlerweile sehr moderat und kein Hinderungsgrund mehr,. Das Datenvolumen ist das Problem. Die tausenden Fotos sp\u00e4ter bei der Nachbearbeitung zu bew\u00e4ltigen, ist ein riesiger Aufwand. Weniger ist oftmals mehr, zumal viele Kameras bei der AF-Nachf\u00fchrung im Serienbildmodus ihre Probleme haben. Da hat man im Endeffekt auch in einer Serie oftmals nur 1-2 scharfe Bilder, muss aber um diese Fotos zu finden 20-30 Bilder anschauen.<br><br>Bei der Qualit\u00e4t, aber auch bei der Speicherkapazit\u00e4t stellt sich die Frage, ob man die Fotos im RAW-Format oder als JPG machen soll. Zwar bieten RAW Aufnahmen erheblich mehr an Potential zur Nachbearbeitung, jedoch sind die JPG-Bilder aus der Kamera mittlerweile auf einem so hohen Niveau, dass man aus meiner Sicht oftmals auf RAW Bilder verzichten kann. Ich fotografiere mit 2 Speicherkarten in der Kamera. Auf der ersten Karte im JPG-Format und auf der Zweiten gleichzeitig mit RAW-Bildern. Die separaten RAWs habe ich bisher f\u00fcr meine Motorsport-Fotos nicht gebraucht. Im Vergleich zu JPG ist der Bedarf an Speicherplatz f\u00fcr RAW-Bilder auch erheblich gr\u00f6\u00dfer. Bei der Bearbeitung von RAW Bildern geht es nicht nur um den Speicherplatz, sondern auch um die PC-Leistung, die man zur Bearbeitung der Fotos ben\u00f6tigt.<br><br>Da wir bei Kapazit\u00e4ten sind, sollte auch noch ein Thema erw\u00e4hnt werden &#8211; die Akkus. Auch wenn moderne Kameras extrem viele Bilder mit einer Akkuladung machen k\u00f6nnen, sollte man hier nicht sparen. Es schadet nicht, wenn man 2-4 Reserve-Akkus dabei hat. Besser 2 unbenutzte volle Akkus wieder mit nach Hause nehmen, als mitten am Tag wegen leerer Akkus keine Fotos mehr machen zu k\u00f6nnen. So eine Erfahrung ist frustrierend. <br><br>Hier noch eine Aufstellung auf Canon bezogen, was ich f\u00fcr den Einstieg empfehlen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kamera<\/strong>:<br>Canon 7D oder besser 7D II, denn die hat einen wesentlich besseren Autofokus<br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Objektiv:<\/strong> <br>Standard-Objektiv &#8211; EF-S 15-85mm IS USM oder das EF-S 18-135 IS USM) <br>Telezoom &#8211; das EF 70-300 IS USM ist ein guter Einstieg<br>Optional das EF 4.0 70-200 IS, was aber erheblich teurer ist<br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zubeh\u00f6r<\/strong>:<br>2-4 Akkus (besser 4 als 2)<br>optional zus\u00e4tzlich ein Einbein-Stativ<br>Eine wasserfeste gut gepolsterte Tasche<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die von mir beschriebene Ausr\u00fcstung ist nur noch gebraucht erh\u00e4ltlich. Ein Gebrauchtkauf spart zwar viel Geld, birgt jedoch einige Risiken. Wer mit einer neuen Ausr\u00fcstung starten m\u00f6chte hat den Vorteil der Herstellergarantie, die Ausr\u00fcstung ist neu und unverbraucht. F\u00fcr diesen Fall w\u00fcrde ich die nachfolgende Zusammenstellung empfehlen:<br><br>&#8211; Kamera-Set Canon R7 mit Objektiv RF 18-150mm<br>&#8211; als optionales weiteres Objektiv das Canon RF 24-240mm<br>&#8211; f\u00fcr viel Brennweite das Objektiv Canon RF 100-400<br><br>Die Canon R7 ist momentan recht g\u00fcnstig zu bekommen, denn es wird in K\u00fcrze der Nachfolger, die Canon R7 II erwartet. Die Kamera ist sehr schnell und ein gutes Arbeitsger\u00e4t. Einzig der etwas magere Puffer ist ein Handicap, wenn man mit einer hohen Serienbildrate arbeitet. Beim Einsatz mit einer moderaten Serienbildrate ist es kein Problem.<br>Schon mit dem Kit Objektiv hat man einen sehr guten Brennweitenbereich. Die Lichtschw\u00e4che des Objektivs ist kein Problem, denn bei Belichtungszeiten mit 1\/320 oder l\u00e4nger ist man bereits im Blendenbereich von mehr als Blende 8.<br>Das optionale Canon RF 24-240mm Objektiv bildet vom Bildwinkel einen auf Vollformat bezogenen Brennweitenbereich von 38-380mm ab, denn der kleine Sensor der Canon R7 macht durch den &#8222;Crop-Faktor&#8220; von 1.6 einen kleineren Bildausschnitt. Mit diesem Brennweitenbereich ist man aus meiner Sicht gut aufgestellt. <br>Wer ganz lange Brennweiten verwenden muss oder will, kann das recht preisg\u00fcnstige und f\u00fcr den Brennweitenbereich extrem leichte Canon RF 100-400mm Objektiv nehmen.<br><br>Durch die kamerainterne Objektiv-Korrektur werden die optischen Unzul\u00e4nglichkeiten der Canon Objektive schon bei der Aufnahme korrigiert. <br>Alle 3 von mir genannten Objektive (RF-S 18-150mm, RF 24-240mm und RF 100-400mm) haben zwar keinen Schalter f\u00fcr den Bildstabilisator Modus, der bei Mitziehern nur die vertikale Bewegung korrigiert &#8211; jedoch wird die horizontale Bewegung durch die interne Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv erkannt und es werden bei erkennbaren Mitzieher dadurch nur die vertikalen Bewegungen korrigiert. Ob auch Fremdobjektive auf diese Art funktionieren, kann ich nicht sagen. Im Laufe der Saison werde ich das jedoch testen und an dieser Stelle meine Erfahrungen mitteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt auch Kamera Alternativen (neu und gebraucht) von anderen Herstellern. Neben APSC ist auch das noch kompaktere MFT-System von Olympus und Panasonic eine gute Option. Es w\u00fcrde den Umfang dieses Beitrags jedoch sprengen, wenn ich die fast unz\u00e4hligen Optionen auflisten w\u00fcrde.<br><br>Noch ein Tipp zum Schluss: Bevor man (viel) Geld investiert, erst einmal die Ausr\u00fcstung verwenden, welche man hat. Die erste Investition sollte in ein passendes Objektiv get\u00e4tigt werden, falls man das noch nicht hat. Sehr viele Kameras bieten erheblich mehr technische M\u00f6glichkeiten, als man meint. <br><br>Nicht durch die ersten missgl\u00fcckten Fotos frustrieren lassen &#8211; \u00dcbung mach den Meister.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit solch einer semiprofessionellen Ausr\u00fcstung sind &#8211; etwas \u00dcbung vorausgesetzt &#8211; schon sehr gute Ergebnisse erzielbar. Nachfolgend einige Beispiele, die ich mit der Canon 7D und der 7DII selbst aufgenommen habe:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"666\" src=\"https:\/\/rennsport-fotos.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_8444-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-581\" srcset=\"https:\/\/rennsport-fotos.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_8444-1.jpg 1000w, https:\/\/rennsport-fotos.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_8444-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/rennsport-fotos.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_8444-1-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufgenommen mit Canon 7D, 39mm, F 7.1 mit 1\/125 sec<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"666\" 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